Merovius reviewed Der Nachbar by Sebastian Fitzek
Mein erster und letzter Fitzek
1 star
Ich schreibe selten reviews – und negative erst recht – aber wenn so etwas es auf Bestseller-Listen schafft, fühle ich mich zur Warnung verpflichtet.
Die story ist voller interner Widersprüche und Falschbehauptungen darüber, wie Dinge funktionieren. Es wirkt wie ein Gedankenstrom: wichtig ist nur, dass die gerade geschriebene Szene irgendwie passt, egal was vorher oder nachher passiert. Die Figuren verhalten sich komplett unplausibel und nicht nachvollziehbar. Wo überhaupt Spannung aufgebaut wird, passiert dies durch billige, hölzern geschriebene Fakeouts. Für diese werden den Charakteren die absurdesten Formulierungen in den Mund gelegt. Die Plot-"twists" könnten aus improvisierten Gruselgeschichten am Lagerfeuer im Jugendcamp kommen. Man lernt schnell, dass es keinen Sinn ergibt zu spekulieren (worum es in einem Thriller doch eigentlich gehen sollte!), weil Charaktere eh zufällig mit ihrer eigenen Persönlichkeit oder Naturgesetzen brechen, wie der nächste Fakeout es verlangt.
Eigentlich ist es deprimierend, was es über den deutschen Buchmarkt aussagt, …
Ich schreibe selten reviews – und negative erst recht – aber wenn so etwas es auf Bestseller-Listen schafft, fühle ich mich zur Warnung verpflichtet.
Die story ist voller interner Widersprüche und Falschbehauptungen darüber, wie Dinge funktionieren. Es wirkt wie ein Gedankenstrom: wichtig ist nur, dass die gerade geschriebene Szene irgendwie passt, egal was vorher oder nachher passiert. Die Figuren verhalten sich komplett unplausibel und nicht nachvollziehbar. Wo überhaupt Spannung aufgebaut wird, passiert dies durch billige, hölzern geschriebene Fakeouts. Für diese werden den Charakteren die absurdesten Formulierungen in den Mund gelegt. Die Plot-"twists" könnten aus improvisierten Gruselgeschichten am Lagerfeuer im Jugendcamp kommen. Man lernt schnell, dass es keinen Sinn ergibt zu spekulieren (worum es in einem Thriller doch eigentlich gehen sollte!), weil Charaktere eh zufällig mit ihrer eigenen Persönlichkeit oder Naturgesetzen brechen, wie der nächste Fakeout es verlangt.
Eigentlich ist es deprimierend, was es über den deutschen Buchmarkt aussagt, dass ein so qualitätsbefreites Buch ein Bestseller ist. Auf der anderen Seite überzeugt es vielleicht ein paar talentierte Jungautor_innen ihr Imposter-Syndrom zu überwinden?